Schlaglochsanierung – 

Machen Sie Ihre Straßen fit fürs Frühjahr

Lesedauer: 3 Minuten

Straßenschäden stellen jedes Frühjahr ein erhebliches Problem dar. Häufig sind Risse im Asphalt bereits vor der kalten Jahreszeit vorhanden – sei es durch starke Belastung der Fahrbahn, falschen Einbau des Asphalts oder Versprödung des Bindemittels. Wenn diese nicht rechtzeitig saniert werden, bieten sie Regen, Eis und Schnee eine ideale Angriffsfläche. Durch den Frost- und Tauwechsel entstehen Schlaglöcher, die eine gefährliche Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit zur Folge haben. Spätestens im Frühjahr ist ein schnelles Handeln erforderlich.

 Wie entsteht ein Schlagloch?

  • Am Anfang entsteht ein kleiner Riss in der Asphaltdecke.
  • Durch den Riss kann Wasser in die Fahrbahndecke eindringen.
  • Bei Dauerfrost gefriert das Wasser zu Eis. Das Eis dehnt sich immer weiter aus, die Fahrbahndecke wölbt sich leicht und steht unter Spannung.
  • Wenn die Temperaturen wieder steigen, schmilzt das Eis und es entstehen Hohlräume.
  • Die Asphaltdecke bricht unter dem Gewicht der Fahrzeuge ein, zurück bleiben Schlaglöcher, die mit der Zeit tiefer und breiter werden.


Riss wird zu Schlagloch

Wie saniert man ein Schlagloch?

Das Schlagloch kann entweder mit Heißasphalt oder mit Kaltasphalt verfüllt werden. Bei der Auswahl des Materials ist vor allem seine gesamte Wirtschaftlichkeit, also teure Personalkosten bei mehreren Anfahrten der Schadensstelle, zu verwendende Geräte bei Heißmaterialien sowie besondere Arbeitsschutzmaßnahmen, zu bedenken. Der bloße Anschaffungspreis des Materials ist oftmals der geringste Posten.

Häufig fällt die Wahl auf Kaltasphalt, da die Sanierung schnell geht und keine besonderen Geräte erfordert. Beim Einbau muss das Schlagloch zunächst von Schmutz und losen Bestandteilen befreit werden (z.B. mit einem Besen). Es empfiehlt sich einen Voranstrich auf die Oberfläche aufzutragen, um den Verbund zwischen Asphalt und Kaltasphalt zu optimieren. Anschließend wird der Kaltasphalt leicht überhöht in das Schlagloch eingebracht, verteilt und verdichtet.

Von der Frage, ob es sich um eine dauerhafte Sanierung oder nur um eine überbrückende Maßnahme handelt, da geplant ist, die Straße in absehbarer Zeit heiß zu asphaltieren, hängt die Auswahl des Materials ab.

Welche Kaltasphalte gibt es?

Auf dem Markt sind eine Vielzahl von Kaltasphalten von mittlerweile über 150 verschiedenen Anbietern erhältlich. Obgleich kein allgemeingültiges Regelwerk existiert, das definiert, welche Anforderungen ein Kaltasphalt erfüllen muss, bietet die H REP A (Hinweise für Reparaturasphalt zur Schadstellenbeseitigung) seit 2019 Orientierung. Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen informiert damit über Anforderungen an Reparaturasphalte.

Kaltasphalte gibt es in verschiedenen Körnungen sowie mit verschiedenen Bindemitteln. Auf lösemittelhaltiges Kaltmischgut sollte verzichtet werden, da es gesundheitsgefährdend und umweltschädlich ist.

Unsere Empfehlung:

Ein hochwertiger Kaltasphalt zeichnet sich durch seine gute Verarbeitbarkeit, Haltbarkeit, Lösemittelfreiheit und Wetterunabhängigkeit aus. Wir empfehlen verschiedene Kaltasphalte zu testen und die sanierten Stellen nach einer längeren Liegedauer zu vergleichen.

Lernen Sie verschiedene Kaltasphalte und weitere Sanierungsmethoden in der Praxis kennen: https://www.nadler-akademie.de/courses/InHaus-Akademie-Praxistag

18.02.2022